Hip Hop & Lifestyle Magazin

splash! Festival 2009: Veranstalter sprechen von Erfolg

Das splash! Festival fand an diesem Wochenende zum zwölften Mal statt. Die Vernstalter zeigten sich zufrieden.

Am vergangenen Wochenende fand zum zwölften Mal das splash! Festival statt. Die Besucherzahlen hielten sich etwa auf dem Stand des letzten Jahres, der Veranstalter äußerte sich zufrieden. Die Zeiten als größtes Hiphop Festival Europas scheinen aber ein für allemal vorbei.

Mit der Ferropolis, einem ehemaligen Tagebau Gelände östlich von Dessau, war das splash! kurzfristig verlegt worden. Laut Veranstalter kam das Gelände bei den Besuchern gut an – der Wechsel von Wiese auf Asphalt hatte bei erneut schlechtem Wetter eindeutig praktische Vorteile. Das splash! soll auch im nächsten Jahr in der sogenannten Stadt aus Eisen stattfinden.

Zu den Besucherzahlen macht der Veranstalter keine Angaben, außer dass sie auf dem Niveau des letzten Jahres gelegen haben sollen. Gerüchten zu Folge liegen sie unter 10.000. Damit liegt das splash! eindeutig hinter dem Schweizer Konkurrenten Frauenfeld Openair, das am selben Wochenende bis zu 50.000 Gäste aufs Gelände brachte.

Im Gegenteil zum Frauenfeld Openair verzichtete man beim splash! auf große Mainstream Acts. Das Festival konzentrierte sich vor allem auf klassischen US Rap und Deutschrap. Deutscher Straßenrap blieb erneut außen vor. Zudem wurde auf Vielfalt gesetzt: mit 110 Acts (Frauenfeld: 35) von Rap über en traditionell vertretenen Dancehall bis zu Electro wurde eine seit 2001 unerreichte Menge an Künstlern gebucht. Laut Veranstalter war die Anzahl internationaler Acts noch nie so groß wie 2009. Mit dem Line-Up des Grenada Tents wurden elektronische Musikrichtungen wie Electro integriert, die Neuerung wurde beim Publikum größtenteils positiv aufgenommen. Vor allem Samy Deluxe, Dizzee Rascal und Deichkind sorgten für Furore.

Der Verzicht auf extrem kostspielige US Bookings lässt sich als ökonomischeres Konzept betrachten, mit dem auch bei geringeren Besucherzahlen gewinnbringend gearbeitet werden kann. 2007 hatte das splash! Festival vor der Insolvenz gestanden. Auch in Zukunft soll auf ein Szene Publikum statt Mainstream Acts gesetzt werden.

 

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