Splash 2009 – Bericht und Bilder
15. Juli, 2009
splash! – Festival

Mein persönliches Lineup:
Freitag:
- The Streets (zu den Bildern)
- Heltah Skeltah
- Deichkind (zu den Bildern)
Samstag:
- Maeckes & Plan B (zu den Bildern)
- Marteria & The Band of Brothers (zu den Bildern)
- Curse (zu den Bildern)
- KAAS (zu den Bildern)
- K.I.Z. (zu den Bildern)
- Dizzee Rascal (zu den Bildern)
- Sefyu
- Method Man & Redman (zu den Bildern)
Sonntag:
- Nosliw (zu den Bildern)
- Samy Deluxe & Tsunami Band (zu den Bildern)
- La Coka Nostra (zu den Bildern)
- Casper (zu den Bildern)
- Olli Banjo (zu den Bildern)
- Clueso
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So oder so in etwa sah meine persönliche Running Order fürs Splash ´09 aus. Angekommen am Freitag um kurz vor 21 Uhr durch etliche Staus aufgehalten und nach den obligatorischen Aufgaben wie Bändchen abholen – Sachen ins Zelt bringen und zum Gelände hinkommen, konnt ich mir dann erste Eindrücke von der Location „Ferropolis” machen und ich muss ein Dank an die Organisatoren des splash!-Festivals richten – das war die beste Entscheidung überhaupt. Endlich keine Matschgruben mehr, sondern schöne geteerte Straßen und Plätze – da konnte auch der splash! bekannte Regen ohne Befürchtungen kommen. Nachdem ich mir dann das Gelände einmal komplett angeschaut hatte ( hatte ja eh Zeit da ich TUA und Prinz Pi verpasst habe) habe ich mich dann zur Mainstage bewegt auf der gerade noch The Streets am Performen waren. Ich kann leider nichts dazu sagen, ob der Auftritt nun gut war oder nicht – da ich The Streets nicht kannte bis Dato. Heltah Skeltah war dann meine zweite Station auf der kleineren Aruba Stage. Den Anfang dabei machte dann Rockmon the Rockness Monstah und als Sean P. dann die Bühne betrat ging das Splash ´09 auch für mich richtig los. Die beiden wussten was die Crowd wollte und gab es Ihnen auch. Am Ende gab es dann auch einen Tribute to MJ Song. Wobei sie damit die Kette derjeniger, die dies machten, begannen.
Nach Heltah Skeltah gings zurück zur Mainstage wo dann langsam die Vorbereitungen für den Deichkind-Auftritt am Laufen waren. Nach einer gefühlten Stunden dann endlich lies sich das Deichkind auf die Bühne bitten. Dabei war der Bereich vor der Mainstage zum ersten Mal brechend voll bis hin zur Mixery Raw Deluxe Skylounge. Zum Auftritt selbst kann man sagen – entweder man mag den Electrokram von Deichkind oder man mag ihn nicht (ich persönlich gehöre zu den Letzteren), aber die Bühnenshow war wohl die Beste des komplettes Splash. Und für Leute wie mich, die mit dem Electrozeugs nichts anzufangen wissen, gab es dann am Ende doch noch einen Deichkindmässigen Höhepunkt nämlich als Ferris MC sich das Mic schnappte und „Bon Voyage” und „Reimemonster” anspielte. Danach gings dann für Ferris auf einem Schlauchboot über die Menge hinweg Stage-„diving” mit Accessoire sozusagen. Das war dann auch der Freitag für mich. Nachdem Mos Def abgesagt hatte und Talib Kweli als Ersatz feststand wollte ich mir das zwar anschauen, aber Deichkind war gegen 2.30 Uhr erst fertig und ich k.o. , so dass ich lieber das Zelt aufgesucht habe zum Pennen.
Der Samstag – mein erster kompletter Festivaltag dann, weil Freitag ja verkürzt war für mich, begann mit Maeckes & Plan B als Opener bzw. vorher gab sich FR noch die Ehre als Host, aber danach konnten die beiden Jungs aus Stuttgart auf die Leute losgelassen werden und sie wurden losgelassen – nachdem sie erst zu Zweit die Leute zum Feiern brachten – gab es zwischendurch jeweils einen Solotrack von beiden. Aber am Ende – als die Zugabe kam – kam noch mehr – es kam ein TUA und ein KAAS und perfekt waren sie DIE ORSONS !!!
Und die Orsons machten Party – frag mich nicht ob es 2, 3 oder 4 Tracks waren, aber sie machten Party. Nachdem dann aber leider die Zeit abgelaufen war für die Orsons bzw. eigentlich Maeckes & Plan B ging es dann nach einer kurzen Umbaupause weiter mit dem Herrn Materia.
Materia und die Band of Brothers kamen bzw. nur die Band of Brothers kam erstmal auf einem Beat von MJ auf die Bühne. Materia ließ sich etwas mehr Zeit, aber nachdem der Beat langsam ausklang kam auch er auf die Bühne und zündete seine Tracks. Zwischendurch gab es dann Besuch auf der Bühne von einem gewissen Marsimoto – der mal eben vorbeischaut, aber spätestens beim „Todesliste” Track auch wieder verschwunden war.
Als nächstes auf meinem Programmpunkt stand Curse. Von Curse habe ich mir eine ziemlich geile Liveshow erwartet – da ich ihn schon auf vorhergegangen splash!-Festivals gesehen hatte, aber ich muss leider sagen Curse hat mich enttäuscht, aber sei es ihm zu entschuldigen da einer seiner besten Freunde Denis aka Germany seinen Junggesellenabschied auf dem splash! gefeiert hat. Auf jeden Fall hat Curse ich glaube nur 35min. gespielt, aber dann auch eine sehr gute Auswahl an Songs – von Oldschool 2 Newskool quasi. Und Curse schaffte es, dass die Crowd nicht mehr vor der Bühne stand sondern saß und dann während des Liedes anfing und richtig abging. Nachdem Curse dann aber leider doch keine Zugabe gab, sondern das Bühnen-Team anfing mit Abbauen, war meine Enttäuschung dann doch etwas größer , so dass ich sagen muss das Curse mich enttäuscht hat, was die Dauer des Auftritts und das fehlen von Klassikern wie „Und was ist jetzt?” und „Rapgesetze 1 – 10″ angeht.
Auf jeden Fall ging es dann noch schnell rüber zur Aruba Stage wo KAAS am Perfomen war und als ich ankam sich gerade in ein „Einhorn” hinter der Bühne verwandelte um dann auf der Bühne seine Liebe den Leuten zu übermitteln. Die Fans feierten zwar wie wild, aber irgendwie lag Liebe in der Luft *g*. Und so blieb ich auch erstmal bei KAAS hängen, obwohl ich eigentlich eine Pause vor dem Dizzee Rascal Auftritt haben wollte. Aber irgendwie wurde ich dann doch mitgeschleppt zur MainStage, wo gerade die Jungs von K.I.Z. am Performen waren. Und auch wenn ihr neues Album „Sexismus gegen Rechts” heißt – das Bühnenbild erinnerte trotzdem irgendwie an das 3. Reich vom Aufbau her. Aber trotzdem schafften es die Jungs eine Menge Leute zum tanzen pogen und weiteren Sachen anzustiften. Sogar soweit das die Menge ein Heart of Death bildeten um dann abzugingen.
Leider wurde der K.I.Z. Auftritt damit getrübt das sie am Ende verkünden mussten das Q-Tip nicht erscheinen wird. Und somit nach Mos Def der zweite Ausfall vorhanden war. Gelöst wurde das ganze so, dass Sefyu anstelle von Q-Tip auf die Hauptbühne kam und dafür auch auf der Aruba Stage Ersatz gefunden worden war.
Bevor aber Sefyu dann auf die Hauptbühne durfte war Dizzee Rascal an der Reihe und wie gesagt ich mag Electro eigentlich nicht so, aber verdammt nochmal hat der Junge die Bühne und das Publikum gerockt, da musste ich sogar mitfeiern, obwohl ich es sonst nicht so mag.
Nachdem Dizzee Rascal dann das Publikum schon so angefeuert hatte, war es auch nicht allzu schwer mehr für Sefyu dieses Feuer am Leben zu erhalten, allerdings kam er mir etwas, ich will nicht sagen überfordert, aber zu mindest war er überrascht so kurzfristig auf die Mainstage zu dürfen, das er zwischendurch sich als Lukas Podolski und sein Backup Rapper als Miroslav Klose ausgaben und zum WM2006 Song patominen Fussball auf der Bühne spielten. Aber alles im Allen gefiel mir Sefyu doch ganz gut muss ich sagen. Auch vielleicht weil er nicht nur eigene Tracks gespielt hat. Da nicht jeder des Französischen mächtig ist und vor allem nicht wenn noch ein Slang dazu kommt.
Und dann war es soweit – die Ränge füllten sich, vor der Mainstage versammelte sich ein riesen Publikum und alle warteten auf die „Most blunted MCs”.
Und dann kamen die Beiden und ich muss sagen, es gibt wohl auch keine andere Rapcrew wenn ich die Beiden mal so bezeichnen darf, die nicht nur geile Rapper sind sondern auch perfekte Entertainer. Das jeder Song der kam ein Banger und Hit war muss ich glaub ich nicht erwähnen, aber der Unterhaltungsfaktor wuchs und wuchs, erst schnappte sich Redman den Kameramann, der dann von ihm geführt auf der Bühne hinter ihm her musste, später dann vergassen die beiden das man die Selterflaschen fürs Publikum, wenn man sie schon reinschmeißt vorher besser aufmachten sollte – und aber er blieb dann doch stehen, der Selterkasten wäre auch fast geflogen *g*. Aber auch bei den Beiden durfte ein MJ Tribute nicht fehlen, genauso wenig wie ein Tribute to ODB. Und so ging dann auch für mich irgendwann der Samstag zu Ende. Leider schaffte ich es nicht mehr zu Torch und Toni L da der Regen doch einen sehr lähmte.
Sonntag und damit quasi der letzte splash!-Tag begann erst sehr sehr spät leider – nämlich um 17 Uhr mit Nosliw. Und Nosliw kann einem Leid getan haben, bei seinem Auftritt waren anfänglich sogar noch ein paar Leute am Schlafen vor der Mainstage, was nicht an Nosliw sondern an anderen Umständen wohl eher lag.
Auf jeden Fall kamen aber dann mit der Zeit auch immer mehr Leute zu der Bühne und feierten Nosliw zu Recht.
Nach Nosliw nahm ich mir dann eine Pause und bereitete mich auf mein Highlight vor, den Auftritt von Samy Deluxe. Und was soll ich sagen – Deutschland hat seinen besten MC zurück? Nein, denn er war niemals weg. Was der Herr Deluxe da auf der Bühne veranstaltet hat, es war Wahnsinn. Nicht das er alte Sachen wie „Weck mich auf” oder „Sneak Preview” gespielt hat, auch nicht das mit „Weiter” und „Dynamit” 2 Dynamite Deluxe Tracks kamen, sondern das die 1te von 2 Zugaben mit 100 Bars anfingen, die so ziemlich jeden – und ich meine jeden verdammten anderen Rapper in Deutschland in den Schatten gestellt hat. Ich zieh mein New Era Cap und sags wie Sam – das wars bis Dato von Deutschlands besten MC!
Denn danach kam die amerikanische „Supercrew” La Coka Nostra. Supercrew deswegen in „” weil die Herrn sich eher als eine Art Movement ansehen. Die Herren, das sind – Everlast, DJ Lethal, Danny Boy, Ill Bill and Slaine. Sprich „House of Pain” meets Everlast.
Und das das eine explosive Mischung ist, haben alle zu spüren bekommen. Ich hatte mir inzwischen nachdem Samy-Abdreh Moment ein schönes Plätzchen zum Zuschauen ausgesucht, da ging auf der Bühne auch schon die Party los – und das komplette Publikum wurde zum Teil der La Coka Nostra Bewegung.
Sie waren natürlich da um ihr neues Album „A Brand you can trust” vorzustellen, aber als DJ Lethal „Jump Around” auf den Plattentellern zum Drehen brachte – wusste man Oldschool Hip Hop lebt immer noch – das Publikum war nicht mehr zu halten, eigentlich war niemand mehr zu halten – alle waren dabei umherzuspringen. Und wer bei La Coka Nostra noch nicht am Ende war der folgte der großen Masse zur Aruba Stage wo Casper gerade noch seine letzten beiden Tracks performte – der letzte war dann „Mittelfinger Hoch”, wobei ich da schade fand, dass Casper alleine da war und niemand anderes aus der Selfmade Crew sich hat blicken lassen.
Und danach kam für mich eigentlich der größte Skandal des diesjährigen splash!-Festivals. Warum liebe Veranstalter wird ein Olli Banjo – der mega abgeht und richtig Stimmung und Party macht auf die Aruba Stage gestellt und ein Clueso der Mainstream ohne Ende und quasi die Rausschmeißerfunktion hatte, auf die Mainstage gestellt? Das mag ich einfach nicht verstehen. Nichts gegen Clueso – aber das war ein Fehler – auf jeden Fall machte Olli Banjo die Aruba Stage durch seinen Auftritt 10x größer als die Mainstage. Er ging richtig ab und das Publikum ging richtig ab – alle feierten mit – rappten mit und poggten mit. So stellt man sich einen Abschluss vor. Ich habe mir danach noch 2 Lieder vom Herrn Clueso angeschaut – nichts gegen seine Musik – aber da war der obligatorische rausschmeißfaktor , wie wenn man am Ende in der Disko nur noch langsame Lieder spielt, sehr hoch.
Fazit: Leider waren dieses Jahr nicht die wirklichen riesen Acts am Start. Die waren wohl alle lieber in der Schweiz, aber der Auftritt von Method Man & Redman und vor allem die 100 Hammabars (Videolink) von Samy Deluxe haben dafür entschädigt. Zu der Location muss ich sagen – ich hoffe das das nächste splash! auch wieder auf/in Ferropolis stattfindet, weil es gab kein Matsch – sondern Teer, aber die Bustouren zum Festivalgelände müssen dafür nochmal besser bedacht wären. Alles in allem war von meinem 4 splash!-Festivals bisher dieses Jahr auf jeden Fall das 2. Beste.
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