Grandmaster Flash – The Bridge
27. Mai, 2009

Grandmaster Flash - The Bridge
Auf dem Track „What if” beschreibt KRS-One, wie die Welt aussehen würde ohne Hip Hop. Kein schöner Gedanke. Genau so wenig möchte man sich nicht vorstellen wie Hip Hop ohne „The Massage” aussehen würde. Der Track mit dem Grandmaster Flash & the Forious Five 1982 das Spiel für immer veränderten. Mit seinem neuen Album, übrigens das Erste seit 20 Jahren, gelingt ihm dies nicht.
Was einen jedoch erwartet ist ein rund um guter Album. Die Gästeliste beeindruckt und erscheint eine gute Zeitspanne, angefangen von Grandmaster Caz, KRS-One und Big Daddy Kane über Snoop Dogg und Q-Tip bis hin zu New New York Mc’s, wie Red Café und Kel Spencer. Bei so vielen Guestspots ist es umso überraschender, das die MC’s überwiegend verdammt hungrig und fresh kommen. Das Problem der Scheibe liegt somit nicht bei den Raps, sondern bei den Beats. Grandmaster Flash ist und bleibt ein Pionier an den Turntables, aber seine Beats können anno 2009 nicht mehr überzeugen. Natürlich gibt es auch hier Ausnahmen.
Die Old School Hymne „Tribute to the Breakdancer” mit Supernatural und „Here comes my DJ” mit Schreihals Ikone DJ Kool preschen hart aus den Boxen und laden schnell zum Kopfnicken ein. Auch die überraschend gut gelungenen smootheren Tracks des Albums glänzen mit gelungenen Beats u.a. der heimliche Höhepunkt des Albums „When i get there”, auf dem Big Daddy Kane im Duet mit female MC Hedonis Da Amazon noch einmal verdeutlich, warum er the original Ladies’ Man ist. Außerdem zu erwähnen ist der Track „We speak Hip Hop”, der dem Namen des Albums voll und ganz gerecht wird, indem neben KRS-One noch Kase-O aus Spanien, Maccho aus Japan, Abass aus dem Senegal und Afasi aus Schweden auf dem Track vertreten sind.
Fazit: Zum Schluss lässt sich sagen, dass „The Bridge: Concept of a Culture” kein schlechtes Album geworden ist, aber auch leider nicht der erhoffte Überflieger.
Bewertung:
von Marius Zürcher
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