Graffitibox Hip Hop Jam Berlin - 08/08/2009 - Nachbericht

11. August, 2009 

Unsere Running Order:

- Beats & Rap

- Knightstalker

- Gris

- Suppe inna Puppe

- Grüne Medizin

- Beatbox Allstars

- Akteone

- Abroo & Dra-Q

- Amewu & S-Rok

- Liquid Walker

- Hammer & Zirkel

- Harris

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So, oder so in etwa sah unser Line-Up für die vierte Graffitibox Hip Hop Jam aus. Nachdem wir uns Samstagmorgen von Flensburg in Richtung Berlin aufgemacht hatten und den einen oder anderen Stau hinter uns hatten, kamen wir so gegen 16 Uhr in Berlin am Ostbahnhof an.

Von da ging es einmal über die Straße - und man verschwand in einer Hip Hop Welt. So könnte man es beschreiben. Die komplette Straße war voll mit Writern, die ihre Meisterwerke an die Wände sprayten, wobei einige wirkliche Meisterwerke dabei waren - nachdem wir uns das ausgiebig angeschaut hatten, gingen wir dann auch auf das Gelände des YAAM.

Dort angekommen, verschafften wir uns erstmal einen Überblick über die Location und hier muss ich die Veranstalter schon loben. Die Location + das Mega-Wetter am Samstag waren einfach perfekt! Respekt! Und vor allem, was man ebenfalls erwähnen muss, ist das Publikum vor Ort - Eltern mit ihren Kids - normale Hip Hop Heads, alles am Start, sehr respektabel das Ganze.

Zuerst haben wir uns einen Eindruck der Breakdance Szene gemacht, wofür eigens ein DJ-Team am Start war. Zudem wurde das ganze cool umrahmt von den Sprayern die überall ihre Meisterwerke hinterließen. Neben den Breakern war dann eine kleine Halfpipe für die Skater aufgebaut, die auch der Eine oder Andere Skater dankend testete.

Nachdem wir uns im Backstagebereich, zu dem es auch das einzige Negative an der Jam zu sagen gibt (dazu aber später), gestärkt hatten, ging es durch einen kleinen Mauerdurchbruch zu dem Graffitibattle, eine „Riesen”-Location nur für die Writer, die an den Stellwänden ihre Kunstwerke verewigten. Nachdem wir uns dies alles angeschaut hatten, gab es eine kleine Pause an der Spree, was die Meinung über die super Location noch wachsen lies. Nach dieser Pause ging es dann aber mit jamaikanischem Grilled Chicken vor die Hauptbühne. Zu dem Line-Up muss man sagen, dass es sehr berlinerisch war, und so nicht jeder Act bekannt war, was aber nicht heißen soll, dass die Acts schlecht waren. Gehostet wurde das Ganze übrigens von Hammer & Zirkel + Liquit Waker (den man u.A. durch Feuer über Deutschland 3 kennt). Hervorheben von den Acts möchte ich an dieser Stelle gerne Grüne Medizin, die Beatbox Allstars, Amewu und Harris.

Zu Grüne Medizin kann man sagen, dass Sie es als Erstes schafften, dass es wirklich voll wurde vor der Hauptbühne. Und nicht nur das, sondern das auch die Crowd richtig abfeiert und mitmacht - und das trotz der Hitze, die am Samstag Berlin einheizte.

Nach den Jungs von Grüne Medizin, bei den man zwischendurch auch Angst hatte, dass die Bühne das Aufgebot von zusätzlichen Menschen auf Ihr nicht durchhielt, gab es dann eine „kleine” Show der Beatbox Allstars. Was soll man dazu sagen, außer das es einfach krass ist, was manche Menschen mit ihrem Sprachorgan für Sachen machen können. Sowas muss man einfach mal selber miterlebt haben, um es zu begreifen.

Kommen wir aber nun zu Amewu, einen Künstler der schon bekannter ist, auch außerhalb von Berlin City. Allerdings muss ich sagen, das es Amewu eigentlich schwer hatte, da vor ihm quasi nur „Gangster-Rap” Acts auftraten und er nun doch eine andere - und für mich zumindest auch coolere Art hat, zu Rappen. Auf jeden Fall war sein Auftritt für mich so ein kleines Highlight des Tages, was natürlich nur zu toppen war, durch einen Mann namens Harris.

Bevor ich aber zu Harris komme, möchte ich meinen einzigen negativen Punkt loswerden und zwar - wofür bekommt man einen V.I.P Backstage Pass + Bändchen, wenn man ab einer bestimmten Uhrzeit nicht mehr in den Backstagebereich kommt, weil zwei Türsteher dort stehen und nur noch Künstler reinlassen. So ist es auch schwer, für die Presse Interviews zu bekommen. Das fanden wir im Team etwas merkwürdig und es gab dem Ganzen einen negativen Touch.
Nun aber zu Harris, aber was soll man zu Harris noch anderes sagen als: Hammer? Jeder kennt Harry und weiß wie Harry Party macht und selbst in der halben Stunde, die er nun hatte, hat er so ziemlich jeden Hit gespielt, den man von ihm kennt, begleitet wurde er durch seinen kongenialen DJ - DJ Maxxx, mit dem er auch das Deutsch Rap Radio auf JamFM macht.
Für uns ging mit Harris Auftritt auch die Jam zu Ende.

Im Fazit muss ich sagen, eine sehr, sehr gelungene Veranstaltung, bei der ein breites Publikum vor Ort war, von jung bis alt. Und man kann nur hoffen, dass es auch eine fünfte Graffitibox Jam geben wird. Dann vielleicht mit nicht ganz so vielen Artists, die aus der „Gangstarap” Szene kommen. Aber hoffentlich mit der Begeisterung, die das Publikum dieses Jahr an den Start brachte. Und einem Backstagebereich, in den man mit seinem Pass auch reinkommt, wann man will.

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