Hip Hop & Lifestyle Magazin

Fler und B-Tight motzen gegen Aggro Berlin

Die Fronten scheinen nach wie vor verhärtet. In einem Interview mit der Bravo Hip Hop Special teilten die beiden Berliner Rapper Fler und B-Tight nun noch einmal gegen das seit Anfang April geschlossene Label Aggro Berlin aus. Fler habe schon 2006 nach seinem ersten Album “Neue Deutsche Welle” das Label verlassen wollen, weil sich schon damals niemand um ihn gekümmert habe. Für sein zweites Album “Trendsetter” habe er “richtig kämpfen” gemusst. “Ich hab damals gesagt: Wenn jetzt kein neues Album rauskommt, bin ich weg. Vorher hatte ich schon ein Dreivierteljahr auf ein Signal von den Bossen gewartet. Als nix kam, hab ich dann gesagt: Ich bring das selber raus. Plötzlich haben sie eingelenkt, Trendsetter erschien und verkaufte 60.000.” Dies sei den Chefs des Labels allerdings scheinbar nicht genug gewesen. “Das muss man sich mal vorstellen: Die bekamen um die 6 Euro pro verkaufter CD, das heißt, die haben fast eine halbe Millionen Euro mit mir gemacht, wollten aber kein weiteres Album rausbringen.”

Nach dem zweiten Album sei schließlich der Kontakt und die Zusammenarbeit zu und mit dem Label komplett abgebrochen. “Nach Trendsetter ist nichts mehr passiert. Die Zusammenarbeit zwischen mir und Aggro war bei null. Bei Fremd im eigenen Land haben die gar nix getan. Nur am Video zu Warum bist du so? hat Specter mitgearbeitet. Sonst hat sich niemand um irgendetwas gekümmert.”

Auch B-Tight bemängelte die unzureichende Kommunikation zwischen Künstler und Label. “”In erster Linie fing es mit dem Universal-Deal an, den die Label-Chefs Ende 2007 für Aggro abgeschlossen haben. Wo ich schon dachte: Nanu? Die haben ja gar nicht mit uns darüber geredet. Als Künstler würde man bei so was aber schon gern auch mal nach seiner Meinung gefragt werden. Ich war einfach nicht ganz zufrieden mit dieser neuen Situation. Ich bin aber auch ein sehr loyaler Mensch und bevor ich schlecht über jemanden rede oder getrennte Wege gehe, muss schon viel passieren. Ich stehe so lange zu meiner Gang, bis nix mehr geht”, sagte der Rapper gegenüber der Bravo Hip Hop Special.

Schließlich seien “menschliche Sachen” ausschlaggebend für die Trennung von B-Tight und Aggro Berlin gewesen. Er habe das Label bereits zwei bis drei Wochen vor dessen Schließung verlassen. “Zwei oder drei Wochen vor der Schließung war ich bei den Chefs und hab gesagt, ich will gehen, lasst mich raus aus den Verträgen. Die waren einverstanden und der Aufhebungsvertrag war auch schnell fertig. Bekannt geben wollte ich das aber erst zu meinem neuen Album Fleisch und Blut, das im Herbst bei Sektenmuzik erscheinen soll. Aber jetzt haben die ja aus der Schließung so ein Riesenthema gemacht, da musste ich einfach noch was dazu sagen.”

quelle: rapspot.de

 

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