Fiva MC – Rotwild

24. Juni, 2009 

fiva_rotwild

Fiva MC - Rotwild

Tracklist:

1. Sowieso Ich
2. Profi
3. Hauptstadtfieber
4. Goldfisch
5. Lila
6. Kleinkunst
7. Klar kommen und dreckig gehen
8. Über müde
9. Immer noch
10. Ab und zu feat. Flip
11. Wir wollen
12. Süd sehen
13. Es geht uns gut

Über Female Rap scheiden sich ja bekanntlich die Geister. Die einen versuchen es wie ihren Männlichen Kollegen,die anderen setzen auf den Weiblichen,sensiblen Touch.


Da stellt man sich als Hörer die Frage, ist es denn so schwer, einen Mittelweg zu finden?
Für Fiva MC, kein Problem!

Rotwild ist bereits ihr drittes Album und ihr zweites, welches sie über das von ihr und DJ Redrum gegründete Label “Kopfhörer Recordings” releast. Doch nun Schluss mit den Kamellen, lasst uns über die Tracks sprechen.

Da DJ Redrum mit seinem Studium beschäftigt war,kümmerte sich diesmal Flip von Texta um die Prodkution und die Beats. Den Startschuss liefert “Sowieso du”, wo Fiva auf einem funkigen Beat klar stellt, dass sie sowieso sie selber bleibt und sie nichts  davon abbringt.

Auf “Profi” zeigt sie wunderbar ironisch auf, was eine Frau,wann in ihrem Leben zu tun hat.
“Baby,baby,baby… Such dir jetzt nen Mann, leg dich einfach hin und fang gleich damit an
mach die Beine breit und lass ihn einfach ran und du wirst ma-ma-ma-ma-ma-mama”.

Kommen wir zu dem, in meinen Augen, GOLDstück des Albums. “Goldfisch” nennt sich das gute Ding, welches beim Anspielen,erst nach einem typischen “Posertrack” klingt, sich aber spätestens im Hook ändert. Sitzende Rhymes und ein frischer, Oldschool klingender Beat, überliefern Fiva’s Meinung über’s Posen, Geld und wie der ein oder andere damit umgeht.

Nach diesem bunten Ohrwurm ,welchen das Sample hinterlässt,geht es in deepes “Lila” über.
Mit düsteren Klängen untermalt, rappt sie über eine einseitige Beziehung und deren Lastern.
Weiter geht es mit “Kleinkunst”, wo sie, wie der Name bereits vermuten lässt,die Kunst eines “normalen” Bürgers thematisiert.

Der Hook von “Klar kommen und dreckig gehen” errinert ein wenig an “Komma klar” von Dynamite Deluxe,hat dennoch was eigenes. Auf “Immer noch” errinert sie sich an alte Zeiten und bringt ihre Verbindung Rap zum Ausdruck.

Fazit: Auch wenn sie selber es vermutlich nicht gerne hört,sind die Beats doch sehr Oldschool,was nicht unbedingt ein Nachteil sein muss. Die Cuts im großteil der Tracks sind sehr gelungen und ihre Stimme hat sie über weite Strecken,sehr gut eingesetzt. Leider ist ihr Flow etwas eintönig und könnte so manchen Hörer auf dauer langweilen,vorallem aber die häufig gleichklingenden Hooks.
Thematisch ist sie auf diesem Album sehr weiblich,was aber durchaus auch für die Männlichen Käufer ansprechen wird. Im großen und ganzen ist es ein solides Fiva MC Album und für jeden ihrer Fans ein muss. Allen anderen empfehle ich,ein Hörprobe auf diversen Seiten.

Bewertung:

von Tobias Mallon